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Tag der Steuergerechtigkeit 2018!

Erstellt: Mittwoch, 26. September 2018

 „Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt! Während sich manche in die Büsche schlagen, halten die Ehrlichen ihren Kopf dafür hin. Dies nehmen wir nicht hin. Wir brauchen mehr Steuergerechtigkeit!“, so der Landesvorsitzende der Deutschen Steuer-Gewerkschaft Thorsten Balster anlässlich des bundesweiten Tags der Steuergerechtigkeit in Hannover.

In vielen Städten der Bundesrepublik wurde durch verschiedene Aktionen auf dieses für alle Bürgerinnen und Bürger wichtige Thema hingewiesen. Die Interessenvertretung der Kolleginnen und Kollegen aus der Finanzverwaltung hatte im Rahmen einer aktiven Mittagspause auf Schwachstellen bei der Steuergesetzgebung, aber auch auf strukturelle Vollzugsdefizite bei der Umsetzung von Steuergesetzen aufmerksam gemacht.

„Alleine durch die Manipulation von Registrierkassen gehen dem Staat rund 10 Milliarden durch die Lappen. Diese Zahl erhöht sich nochmal um 20 Milliarden, durch Umsatzsteuer-betrug. Weitere Trickbetrügereien führen dazu, dass der ehrliche Steuerbürger sich berechtigt fragt, wieso er die Zeche für diese Betrüger mitbezahlen soll. Wir wollen nicht, dass der Ehrliche der Dumme ist und für andere mitbezahlen soll“, so Balster.

Die DSTG hatte in Anlehnung an die 200.000 Briefkastenfirmen im Mini-Staat Panama diese Problematik auch bildlich auf dem Kröpcke in Hannover nach- bzw. dargestellt.

In vielen Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde immer wieder klar, dass eine Steuergerechtigkeit nur erreicht werden kann, wenn sowohl Bundes- als auch Landespolitik nun endlich aktiver wird. Zu den Lösungsansätzen zählen unter anderem eine sachgerechte Personalausstattung in den niedersächsischen Finanzämtern. Derzeit fehlen hier ca. 1000 Beschäftigte. Auch die Attraktivität muss erheblich verbessert werden. Weiter muss die Gesetzgebung von Seiten der Politik nun endlich zielführend angepasst werden.

Und so schloss der Landesvorsitzende Balster seine Ansprache mit dem Slogan:

„Steuergerechtigkeit geht uns alle an!“

Dafür gab es natürlich lauten Beifall!

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